Chart Analyse

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Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 39
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 31  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 526 KB
Archivnummer: V64312
ISBN (E-Book): 978-3-638-57163-0

Textauszug (computergeneriert)

Welfenakademie Braunschweig

Chart Analyse

Philipp Sandmann

 

Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung ... 1

1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Werdegang der Arbeit ... 2

2. Fundamentalanalyse vs. Technische Analyse ... 2

2.1 Fundamentalanalyse ... 2
2.2 Technische Analyse ... 4

3. Methoden der Technischen Analyse ... 4

3.1 Klassische Charttheorie ... 5
3.1.1 Chartmodelle als Aufzeichnungsarten ... 5
3.1.1.1 Definition Chart ... 5
3.1.1.2 Liniencharts (Line Chart) ... 6
3.1.1.3 Balkencharts (Bar Chart) ... 7
3.1.1.4 Kerzencharts (Candlestick Chart) ... 8
3.1.1.5 Point & Figure Chart ... 9
3.1.1.6 Handelsvolumen ... 11
3.1.2 Historische Charttheorien ... 12
3.1.2.1 Dow-Theorie ... 12
3.1.2.2 Elliot Wave Theorie ... 14
3.1.2.3 Random-Walk-Theorie ... 16
3.1.3 Grundlegende Instrumente der Charttheorie ... 16
3.1.3.1 Gleitende Durchschnitte ... 17
3.1.3.2 Trendlinien/Trendkanäle ... 19
3.1.3.3 Widerstands-/ Unterstützungslinien/niveaus ... 21
3.1.4 Formationsanalyse ... 23
3.1.4.1 Trendbestätigenden Formationen ... 23
3.1.4.2 Trendumkehrformationen ... 26
3.1.5 Point & Figure Analyse ... 28
3.2 Moderne Charttheorie ... 29
3.2.1 Technische Indikatoren ... 29
3.1.2.1 Oscillatoren ... 29
3.1.2.2 Relative Stärke ... 30
3.1.2.3 High-Low Index ... 31
3.1.2.4 Volumenbezogene Indikatoren ... 31
3.2.2 Weiterführende Entwicklungen ... 33

4. Schluss ... 33

Literaturverzeichnis ... VI

 

 

1. Einleitung

„I have said many times and cannot say it too often that the experience of years has convinced me that no man can consistently and continuously beat the stock market. No matter how experienced … speculation cannot be made 100 per cent safe.”1 Welche Bedeutung dieses Zitat für die Jahre 2000 bis 2003 an den Finanzmärkten der Welt gehabt hat, möchte man kaum erahnen. Der immer wiederkehrende Wunsch der Anleger, die Zukunft an den Märkten vorhersehen zu können und somit ihr Vermögen durch die richtigen Investments auszubauen, wird auch immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Übertriebene Euphorie wie auch übertriebene schlechte Marktstimmungen zeigten den Anlegern immer wieder, dass eine rationale Betrachtung der Märkte unumgänglich ist.

Dabei verläuft die Beobachtung und Entscheidungsfindung über Investitionsmöglichkeiten auf der Basis von Bewertung und Einschätzung der am Markt teilnehmenden Gruppen. Die Bewertung der Unternehmen und somit der Aktien am Börsenmarkt galt und gilt heute immer noch die große Disziplin der Fundamentalanalyse zu sein. Doch was in den USA schon Anfang der 30’er Jahre des letzten Jahrhunderts zum täglichen Gebrauchsgegenstand vieler Investoren wurde, bekam noch nicht einmal Anfang der 60’er des letzten Jahrhunderts bei uns Aufmerksamkeit. Die Rede ist von der technischen Aktienanalyse. Aufgrund der immer größer werdenden Bedeutung dieses Themenfeldes, soll im Laufe dieser Arbeit ein genereller Überblick über die „Chart Analyse“ gegeben werden.


1.1 Problemstellung

Die wichtigsten Fragen von Investoren lauten seit jeher schon: “Welches Investment bringt mir die größte Rendite?”, „Wann steige ich in das Investment ein?“ und“ Wann steige ich mit Gewinnen wieder aus?“. Durch die Fundamentalanalyse wurde demnach die wirtschaftliche Kraft des Unternehmens welches hinter der Aktie steht bewertet und gemessen. Da die Entwicklung und Zielsetzung der Technischen Aktienanalyse auf die gleichen Fragen versucht, Antworten zu finden, aber sie noch nicht annähernd so bekannt ist, wie die Fundamental Analyse, möchte ich hiermit einen Überblick über die Grundzüge der Technischen Analyse geben. Zudem sollen an sinnvollen Stellen Anlegertipps eingefügt werden, um die Sinnhaftigkeit dieser Art der Investmententscheidung besser nachvollziehen zu können.


1.2 Werdegang der Arbeit

Wie oben beschrieben, soll die Arbeit einen grundlegenden Überblick über die Technische Analyse geben. Zunächst wird noch einmal deutlich gemacht, welches die Unterschiede zwischen Fundamental- und Technischer Analyse sind. Weiterführend werden die Metthoden der Technischen Analyse nach ihrer historischer Gliederung und Themenkomplexe dargestellt. Abschließend wird ein Ausblick und Schlusswort der vorliegenden Punkte angeführt.

Aufgrund der vorgegebenen Seitenzahl ist es an manchen Stellen leider nicht möglich, detailliertere Eindrücke über Themen zu vermitteln. Jedoch werden alle grundlegend wichtigen Themen ausreichend erläutert.


2. Fundamentalanalyse vs. Technische Analyse


2.1 Fundamentalanalyse

Die Fundamentalanalyse im weiteren Sinne beruht auf der grundsätzlichen Überlegung, dass wirtschaftliche Daten auf die Börsenkurse einwirken.2 Wesentliche Bestandteile der Fundamentalanalyse sind:

  • Konjunkturanalyse (Analyse der Realwirtschaft)
  • Monetäre Analyse (Analyse der monetären Rahmenbedingungen)
  • Unternehmensanalyse

Bei den oben genannten Analysen gibt es zwei grundlegende Ansätze der Vorgehensweise.3 Im so genannten Top-Down-Ansatz wird zunächst eine volkswirtschaftliche Markt- und Länderanalyse erstellt, die zur Auswahl eines international geeigneten Marktes dient. Dann werden durch die Unternehmensanalyse die erfolgsversprechenden Unternehmen bestimmt.4

Die umgekehrte Vorgehensweise ist der so genannte Bottom-Up-Approach. Dabei werden zunächst die Unternehmensdaten untersucht, aus denen dann auf die Volkswirtschaft Rückschlüsse gezogen werden.
Im Mittelpunkt der Fundamentalanalyse im engeren Sinne steht der Gedanke, dass sich der Anleger an grundsätzlich wirtschaftlichen Gegebenheiten der einzelnen Aktiengesellschaften orientiert, so dass die Aktie als Handelsobjekt und als Variable angesehen wird, die einen inneren Wert besitzt.5 Der innere Wert (instrinsic value) wird als Ertragswert der Aktie gesehen und völlig unabhängig vom gegenwärtigen Marktpreis verstanden.6 Allgemein anerkannt ist die Definition von Graham: „A general defintion of instrinsic value would be ′that value which is justified by facts, e.g., asstes, earnings, dividends, definite prospects, including the factor of management′”7 Eine Abweichung des tatsächlichen Börsenkurses vom inneren Wert eines Unternehmen hat nach fundamentaler Theorie, früher oder später zur Folge, dass sich der Börsenkurs an den inneren “wahren” Wert der Aktie anpasst.8 Der innere Wert der Aktie wird aus den verschiedensten Kennzahlen der Unternehmensanalyse errechnet. Die Bekannteste ist das so genannte Kurs-Gewinn-Verhältnis. Durch den Vergleich des inneren Wertes zum aktuellen Börsenkurs ergeben sich also Kaufsignale, wenn der aktuelle Börsenkurs unter dem inneren Wert liegt, Verkaufsignale bei umgekehrter Situation.9

 

[...]


1 E. Lefèvre, 1992 in: Brock, J. ; Internationale Anlagestrategie-Rationale Entscheidung durch technische Analyse, Wiesbaden, 1995, keine Seitenzahl vorhanden
2 vgl. Brock, J., 1995, a.a.O., S.11
3 vgl. Brock, J., 1995, a.a.O., S.11
4 Pilz, H.-J., “Warum jetzt alles für den Kauf von Aktien spricht”; in: Capital 10/91, S.88
5 vgl. Hruby, P.-W., Kritische Betrachtung der Chart-Analyse, Nürnberg, 1991, S. 39; Herlitz, K., Kritische Analyse der Anwendung von Chart-Theorien zur Kursprognose Deutscher Standardwerte, Berlin, 1975, S. 13
6 vgl. Herlitz, K., 1975, a.a.O., S. 13
7 Graham, B.; Dodd, D.; Cottle, S., Security Analyses: Principles and Technique, New York, S.28
8 vgl. Brock, J., 1995, a.a.O., S. 11
9 vgl Brock, J., 1995, a.a.O., S. 11; Herlitz, K., 1975, a.a.O., S. 15

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